6 Tage ist meine Katastrophen-Medikamentengabe nun her und ich habe noch immer mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Gestern habe ich mich um die Kundenserver gekümmert, PVE-Updates eingespielt, die Backups geprüft und das gemacht, was man halt so macht. Aber es ist enorm anstrengend.
Außerdem habe ich mir einen Plan für meine Proxmox-Support-Reihe gemacht und dann unsere Super-KI gefragt, ob es Sinn machen würde, auf Bestandsmaterial zurückzugreifen. Die KI meinte: „Klar! Das ist die beste Idee ever!“
Also habe ich mal ein Proxmox-Video von mir in kleine Happen gestückelt. Dabei stellte ich aber fest, dass das alles nichts Halbes und nichts Ganzes ist, weil zu jedem Mini-Thema dennoch ein gewisses Maß an Hintergrundinformationen benötigt wird.
Zum Beispiel den Hostnamen eines Servers wechseln. Da könnte man ein Video machen: „Geh in die hosts-Datei und in die hostname-Datei und ändere dort den Hostnamen!“ – dieses Material ist vorhanden. Aber welche Auswirkungen diese Änderungen haben können, wo sie überall greifen und was unter der Haube passiert, muss der Nutzer wissen. Wann der richtige Zeitpunkt für eine solche Änderung ist und wann man besser die Griffeln davon lässt – auch das darf in einem noch so kurzen Support-Video nicht fehlen.
Es gibt gewisse Pflichtinformationen, die ein Nutzer kennen muss. Ergo bedeutet das, dass ich eben nicht auf das Bestandsmaterial zurückgreifen kann, weil es nicht für solche spezialisierten Szenarien gemacht ist. Für jedes kleine Proxmox-Problem muss neues Material her – Material, das sich diesem Problem vollumfänglich annimmt. Viel Arbeit also.
Das habe ich der KI gesagt. Ja. Und die KI war nun ebenfalls der Meinung, dass es besser ist, das Material komplett neu zu erstellen.
Mein Problem ist aber nun, dass die 2. Chemo noch immer nachwirkt, obwohl sie abgebrochen wurde. Die Übelkeit hat sich gelegt, der Appetit ist auch wieder relativ normal. Ich habe mir gestern für 35 € Sushi reingestopft. Geil!
Aber meine Power und mein Schmerzempfinden sind vollkommen im Arsch. Das ist ganz schwer zu beschreiben. Allein der Gedanke an eine Anstrengung. Der geringste Anstieg meiner Herzfrequenz wird mit Schmerzen und Erschöpfung quittiert. Es ist unglaublich. Ich muss, wenn ich mich im Bett von der linken auf die rechte Seite legen will, zwischendurch Pausen einlegen. Wirklich.
Der Gedanke an eine Anstrengung genügt und ich bin vollkommen aus der Puste und bekomme Schmerzen im Oberkörper. Allein das Anschauen von etwas schnelleren YouTube-Videos – Katzenvideos oder so etwas – stresst mich so sehr, dass ich Schmerzen bekomme. Der kleinste Stressor schlägt mir sofort auf die körperliche Unversehrtheit. Selbst im Kloster, im Schneidersitz auf einem Strohballen in der aufgehenden Morgensonne, stünde ich kurz vor dem Kollaps.
Es ist 2 Uhr morgens. Ich bin ausgeschlafen und mein Gemüt hat sich gut gefangen.
Dennoch: Am 13. geht es zur Blutabnahme und dann am 15. in die 3. Chemorunde. Ich habe richtig Schiss. War es wirklich das Medikament? Was ist, wenn nicht? Was ist, wenn ich auf etwas anderes so stark reagiert habe?
Ich will das nicht noch einmal durchmachen. Aber wenn es zuschlägt, ist es ja schon zu spät. Ich kann erst dann reagieren, wenn das Zeug im Blut ist. Und wenn es im Blut ist, dann ist es im Blut.
Guten Morgen Herr Kleinert,
ich sage oft „Jeder hat seine gewisse Kompetenz bis er mich vom Gegenteil überzeugt!“ und gerade bei den sog. Halbgöttern in weiß, weil ich es wirklich nicht besser weiß, ganz besonders. Ich kann ihnen gar nicht sagen wie sehr ich ihnen wünsche, dass die angepasste Therapie nun mit (wenn überhaupt) aushaltbaren Nebenwirkungen daher kommt. Klar wären keine besser aber das klingt für mich zu optimistisch. Ich hoffe Sie verstehen was ich meine.
Beste Grüße Sascha
Ja. Ich verstehe ganz genau was gemeint ist. Danke für den Kommentar.
Eine Herausforderung, die man erst einmal schaffen muss. Weiterhin viel Mut und Kraft für die nächste Runde.
Bleibe zuversichtlich!
Vielen Dank. Bleibe ich.
Hallo Ralf ✌️
Ich kenne dich von früher und wir haben uns echt nicht gemocht. Ich sag nicht wann und wo und warum, aber wir hatten uns echt in den Köppen. Warum ich das jetzt schreibe? Weil mir das absolut leid tut, was gerade mit dir passiert. Ich war so sauer auf dich und finde dich immer noch blöd und du mich sicher auch. Aber das ist absolut nicht gerecht. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft und glaub mir, du bist zäh. Du kommst da aufrecht raus und wirst locker 90. Du hast Glück, dass der Tumor außen liegt und nicht gestreut hat. Vielleicht ist es mit der OP ja dann getan. Ich weiß ja dass, ob die dein Herz untersucht haben wegen der Brustschmerzen, denke aber schon. Falls ja, ich hab oft Brustschmerzen vom Darm, klingt jetzt eklig aber ich versuche auch nur ne Lösung für dich zu finden. Kann das sein, dass dein Darm oder Magen reagiert hat? Tut ja auch durch die Brust bis oben in den Hals weh wenn man Sodbrennen hat 🤔 Sorry, klingt alles blöd, aber da oben ist Herz, Magen, Darm, Speiseröhre und Lunge. Ich will dir nur Anhaltspunkte geben für Dinge, die du den Ärzten diesbezüglich stellen kannst. Finde es eh richtig abgefuckt, dass die keine Ahnung haben wo es herkommt… Kann ja nicht sein, dass du der Einzige bist dem das je passiert ist. Macht mich schon wieder sauer. Die tun immer so als sind die Götter und am Ende sind die dumm wie Schifferscheiße! Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Kraft und dass es dir bald wieder gut geht und du ganz gesund wirst. Ich fand dich blöd aber ich hab dich nie gehasst oder dir irgendwas schlechtes gewünscht. Würde ich hier unter vollem Namen schreiben findest du mich wahrscheinlich immernoch blöd 😅. Alles gute und sprich vielleicht wirklich diese ganzen Sachen an bevor die dir was reinpumpen 🤗
Dieser Kommentar macht mich nachdenklich und er ist auch für mich etwas Besonderes. Es ist kein Kommentar, den man einfach liest und nur so zur Kenntnis nimmt. Ich habe keine Ahnung, wer hinter diesem Text steht. Ich weiß aber, dass es da draußen wirklich viele Menschen gibt, die mich nicht mögen. Das liegt auch einfach an der Vergangenheit. Ich bin herumgerannt wie ein Spinner, ich habe mich benommen wie ein Spinner und jeder hielt mich schon immer für einen Spinner. Das ist auch in Ordnung so.
Ich habe auch ganz viele Menschen ungerecht behandelt. Ganz besonders in der Schulzeit. Es gab sogar einige, die ich gehänselt habe, so wie andere mich gehänselt haben. Heute weiß ich es besser. Mitschüler, die ich gehänselt habe, würde ich heute ganz sicher nicht mehr hänseln. Und wenn ich heute darüber nachdenke, dass ich andere nicht respektvoll behandelt habe – ja, es tut mir leid und ich würde die Zeit gerne zurückdrehen. Keinen, den ich früher nicht mochte, würde ich heute einfach stehen lassen.
Es gibt tatsächlich nur einen einzigen Menschen auf dieser Welt, den ich persönlich kenne und den ich abgrundtief verachte. Das ist mein Ex-Nachbar Ronny I. – eine pädophile Drecksratte, der ich nicht entkommen konnte. Allen anderen Menschen, die ich persönlich kenne, würde ich immer eine weitere Chance geben. Ich habe heute Freunde um mich herum, die mich auf dem Schulhof angespuckt haben. Ich könnte jetzt stundenlang über dieses Thema schreiben. Wir alle lernen ein Leben lang.
Zu den medizinischen Themen. Götter in Weiß, oft abgehoben. Ja. Ich habe direkt, als das Oxaliplatin einlief, vielleicht fünf Minuten später über starke Schmerzen geklagt. Die Ärztin hat mich gar nicht für voll genommen. Klassisches Spinner-Syndrom, das mir offenbar aus dem Gesicht springt. Ich mache auf viele Menschen instinktiv den Eindruck eines Spinners. Sie hat das notiert und das Zeug einfach weiterlaufen lassen. Dabei hätte alles gar nicht so schlimm kommen müssen.
Später kristallisierte sich aber heraus, dass ich nicht einfach nur rumgesponnen habe. Sie haben dann ein EKG geschrieben und mit dem Herzen war wohl alles in Ordnung. Ich vermute, dass das Sonnengeflecht, also dieses Nervensystem im Bauchraum – das sogenannte zweite Gehirn –, vollkommen angegriffen wurde. Warum auch immer.
Und was mir davon jetzt geblieben ist: Die kleinste Aufregung – das Pling einer Signal-Nachricht zum Beispiel – löst solchen Stress, solche Schmerzen und Atemnot aus, ich fasse es nicht. Ich kann nicht arbeiten, gar nichts. Nur das Tippeln hier. Das ist das Einzige, was gerade geht.
Alles in allem: Ich bleibe dran und werde wieder fit.
Und zu dir: Keine Ahnung, wer du bist. Aber ich bin sicher, dass ich dich mögen könnte – egal, was war.
Sagen wir mal so, wir kennen uns aus Oberhavel und es ging damals um Musik. Viel blödes Zeug zwischen uns gelaufen aber ist jetzt komplett egal. Ich würde dir auch sagen wer ich bin aber ich habe nur diese Kommentarspalte und das geht Fremde einfach nix an, gerade auch um dich zu schützen und dich nicht noch mehr zu stressen. War auch jetzt nicht so schlimm was zwischen uns war, nur für beide nervig, deswegen Schwamm drüber. Die Ärzte nehmen die wenigsten für voll, nimm’s nicht persönlich. Ich wurde über 30 Jahre für gesund erklärt und bin immer wieder mit „Hypochondrie“ in die Klapse gekommen. Jetzt hab ich reich geheiratet und es kam raus, dass ich n Herzfehler, Asthma, Migräne mit Aura und eine Autoimmun Erkrankung habe. Für die Schweine kommt es darauf an, ob du zu ihrer tollen Oberschicht gehörst oder eben nicht. Ich merke das immer wieder ganz deutlich. Hab vor ein paar Monaten Füllungen nachmachen lassen und da sagt die Zahnärztin mir, dass ich kein Amalgam nehmen soll, das würde sie nur armen Leuten vorschlagen. Ungelogen. Jetzt hab ich keine Ahnung was da drin und beiße mir die nicht mehr andauernd aus. Auf meine Frage, warum sie das armen Leuten nicht vorschlägt sagte sie, das ist halt nicht für jeden. Mich erschreckt sowas immer wieder seit ich auf der anderen Seite stehe, und ich freunde mich sicher nicht mit dem Pack an. Deswegen sage ich dir, nimm’s nicht persönlich, sind halt alles arrogante Arschlöcher. Aber du schaffst das auch so, du hast immer alles geschafft. Ich glaub an dich, das tun hier alle. Und ich drück dir alle Finger und Zehen die ich hab. Vielleicht kann ich dir ja irgendwo mal sagen wer ich bin, wäre nur für beide blöd hier. Ich hoffe, du kannst heute Nacht gut schlafen und hast keine Schmerzen und keine Angst 🍀🍀🍀
Ich habe mit einigen Leuten Musik gemacht – wüsste jetzt echt nicht wo ich Dich hinstecken sollte. Mir fallen da schon ein paar Namen ein, aber dass da jemand dabei war, den ich nicht mochte, oder der mich nicht mochte. Hm. Da muss mir was entfallen sein. Ich bin ja allgemein erreichbar im Netz. Auch meine Mailadressen sind auf meinen Websites angegeben. Ganz ehrlich? Ich würde mich freuen von Dir zu hören. Vielleicht, können wir unsere Differenzen einfach beiseite legen und neu anfangen? -> Wie du möchtest. Es ist aber auch OK, wenn du „NÖ!“ sagst.
Zu den Ärzten und dem Geld. Ich kenne das. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Wenn du als Patient selber zahlst – also quasi ein Privatpatient wirst, der mit den Scheinen winkt, dann öffnet sich der goldene Medizinschrank. Auch Kaffee und Kekse werden einem dann angeboten. Es ist schon pervers. Ich meine Amalgan ist immer noch besser als ein Loch. Aber dennoch. Es ist bekannt das es giftig ist, und es wird nicht abgeschafft?
Nun aber sind die Docs dabei mein Leben zu retten. Dafür bin ich dennoch sehr dankbar. Für das System können die Ärtze ja nun auch nichts. Aber die Ärztin die mich nicht für voll genommen hat, der werde ich mal ins Gewissen reden.
Es ist alles so traurig, diese zum Teil so verbitterten Kommentare (und nicht nur hier) zu lesen. Kleiner Trost, wenn er auch kein richtiger ist, sondern nur eine weitere bittere Erkenntnis: auch wenn man zur so genannten Oberschicht gehört und selber sogar noch Fach- Expertise mitbringt, so schützt das keinesfalls vor ärztlicher Arroganz, Fehlbehandlung und Fehleinschätzung. Es wird immer dann sehr schwierig, wenn der Behandlungsauftrag nicht einfach und schnell zu erfüllen ist wie Blinddarm entzündet, Blinddarm raus, sondern länger nachgedacht werden muss. Dann kommt das System an seine Grenzen. Alles, was nicht Routine ist, wird zunächst weg gebügelt, weil es zeitaufwendig ist. Und Zeit hat man nicht mehr.Das ist mein trauriger und vielfach bestätigter Eindruck- und den Herr Kleinert ja selber erleben musste. Aber immerhin scheint man bei ihm zu einer Diagnose (Oxaliplatin taugt nix) beziehungsweise zu einer Erkenntnis gekommen zu sein.
Schade, sehr schade ist das…