Therapieplan Tag 0 – Chemotherapie Magenkrebs Ralf-Peter Kleinert

Heute habe ich meinen Therapieplan erhalten.

Therapieplan Tag 0 – Chemotherapie Magenkrebs Ralf-Peter Kleinert

Ich habe in meinem ersten Blogbeitrag geschrieben, dass ich für diesen Blog keine Künstliche Intelligenz verwende. Das stimmt auch weiterhin. Die Gedanken, Gefühle, Sorgen und Hoffnungen, die Sie hier lesen, stammen von mir persönlich.

Bei diesem Beitrag mache ich allerdings eine Ausnahme.

Der Therapieplan enthält eine ganze Reihe von Medikamenten mit Namen, die man als normaler Mensch oft noch nie gehört hat. Als ich die Liste heute in den Händen hielt, wollte ich natürlich wissen, was mir da eigentlich verabreicht wird und welche Aufgabe die einzelnen Medikamente haben.

Dafür habe ich ChatGPT genutzt.

Allerdings nicht als Autor dieses Beitrags, sondern als Recherchewerkzeug. Ich habe dem System ausdrücklich vorgegeben, ausschließlich offizielle Quellen zu verwenden. Private Blogs, Foren, Facebook-Gruppen und sonstige Quellen aus dem Internet sollten außen vor bleiben. Stattdessen durfte nur auf Informationen von Herstellern, Universitäten, Krankenhäusern, Krankenkassen, Fachinformationen und anderen offiziell zugelassenen Stellen zurückgegriffen werden.

Anschließend habe ich die Informationen mehrfach prüfen lassen. Mir war wichtig, dass die Beschreibungen möglichst korrekt sind und nicht einfach irgendetwas zusammengeschrieben wird.

Der Grund dafür ist einfach: Mein Therapieplan besteht aus vielen verschiedenen Medikamenten. Einige greifen den Tumor direkt an. Andere unterstützen mein Immunsystem. Wieder andere sollen Nebenwirkungen verhindern oder meinem Körper helfen, sich von der Behandlung zu erholen.

Da moderne KI-Systeme große Mengen medizinischer Informationen sehr schnell auswerten und verständlich zusammenfassen können, nutze ich die Technik in diesem Fall ausnahmsweise als Hilfsmittel. Nicht um diesen Blog schreiben zu lassen, sondern ausschließlich, um meinen Lesern die Medikamente meiner Behandlung verständlich vorzustellen.

Mediplan:

Medikamentenplan zu meiner Chemotherapie - Magenkrebs Chemo Medikamente

Beginnen wir mit den ersten Wirkstoffen meines Therapieplans.

Durvalumab

Durvalumab gehört zu den modernen Immuntherapien. Anders als eine klassische Chemotherapie greift dieses Medikament Krebszellen nicht direkt an. Stattdessen beeinflusst es bestimmte Kontrollmechanismen des Immunsystems.

Tumorzellen können teilweise verhindern, dass Abwehrzellen des Körpers sie als Bedrohung erkennen. Durvalumab soll diese Schutzmechanismen des Tumors abschwächen. Dadurch können bestimmte Immunzellen Krebszellen besser erkennen und bekämpfen.

Vereinfacht gesagt versucht der Krebs, dem Immunsystem vorzugaukeln, dass er zum eigenen Körper gehört. Durvalumab erschwert diesen Täuschungsversuch.

Allerdings kann eine stärkere Aktivierung des Immunsystems auch dazu führen, dass gesundes Gewebe angegriffen wird. Deshalb achten die behandelnden Ärzte während der Therapie unter anderem auf mögliche Entzündungen von Haut, Darm, Leber, Lunge oder hormonbildenden Organen wie der Schilddrüse.

Docetaxel

Docetaxel ist ein Chemotherapie-Medikament aus der Gruppe der Taxane. Es wird eingesetzt, um die Teilung von Krebszellen zu stören.

Krebszellen wachsen und vermehren sich häufig deutlich schneller als die meisten gesunden Körperzellen. Genau an diesem Punkt setzt Docetaxel an. Das Medikament greift Strukturen innerhalb der Zelle an, die für die Zellteilung notwendig sind. Dadurch wird die Vermehrung der Tumorzellen erschwert oder verhindert.

Man kann sich das vorstellen wie eine Baustelle, auf der ständig neue Häuser entstehen sollen. Docetaxel sorgt dafür, dass wichtige Maschinen auf dieser Baustelle nicht mehr richtig funktionieren. Die Krebszellen können ihre Arbeit nicht mehr fortsetzen und sterben häufig ab.

Leider kann das Medikament nicht perfekt zwischen Krebszellen und gesunden Zellen unterscheiden. Besonders betroffen sind gesunde Zellen, die sich ebenfalls schnell teilen. Dazu gehören beispielsweise Haarwurzeln, Schleimhäute und bestimmte Blutzellen. Deshalb können Nebenwirkungen wie Haarausfall, Schleimhautentzündungen oder Veränderungen des Blutbildes auftreten.

Oxaliplatin

Oxaliplatin gehört zu den sogenannten Platinverbindungen und ist ebenfalls ein Chemotherapie-Medikament. Es schädigt das Erbgut von Krebszellen und erschwert dadurch deren weitere Vermehrung.

Jede Zelle enthält eine Art Bauplan. In diesem Bauplan sind alle Informationen gespeichert, die für Wachstum, Funktion und Zellteilung benötigt werden. Oxaliplatin verursacht Schäden an diesen Informationen. Krebszellen können sich dadurch oft nicht mehr korrekt vermehren und sterben ab.

Vereinfacht betrachtet versucht die Krebszelle ständig, Kopien von sich selbst herzustellen. Oxaliplatin sorgt dafür, dass wichtige Teile der Bauanleitung beschädigt werden. Die Krebszelle arbeitet dann mit fehlerhaften Informationen weiter, bis sie schließlich ihre Funktion verliert.

Auch hier gilt, dass nicht ausschließlich Krebszellen betroffen sind. Gesunde Zellen können ebenfalls geschädigt werden. Besonders bekannt sind Auswirkungen auf das Nervensystem. Manche Patienten berichten während oder nach der Behandlung über Kribbeln, Taubheitsgefühle oder eine erhöhte Kälteempfindlichkeit an Händen, Füßen oder im Mundbereich.

Wenn ich diese drei Medikamente vereinfacht zusammenfassen müsste, würde ich sagen:

Durvalumab unterstützt mein Immunsystem dabei, Krebszellen besser zu erkennen.

Docetaxel erschwert den Krebszellen die Vermehrung.

Oxaliplatin beschädigt die Baupläne der Krebszellen.

Alle drei Medikamente verfolgen dasselbe Ziel, nutzen dafür aber unterschiedliche Wege. Gleichzeitig können sie leider auch gesunde Körperzellen belasten. Genau deshalb werde ich während der gesamten Behandlung engmaschig überwacht und regelmäßig untersucht.

Leukovorin (Folinsäure)

Leukovorin, auch Folinsäure genannt, ist in meinem Therapieplan kein eigenständiges Krebsmedikament. Seine Aufgabe besteht darin, die Wirkung von 5-Fluorouracil zu unterstützen.

Dadurch kann die Behandlung wirksamer gegen Tumorzellen werden. Gleichzeitig können jedoch auch bestimmte Nebenwirkungen von 5-FU stärker ausgeprägt sein. Aus diesem Grund wird die Therapie während der Behandlung eng überwacht.

Vereinfacht gesagt ist Leukovorin eine Art Verstärker. Das Medikament bekämpft den Krebs nicht direkt, sondern hilft einem anderen Medikament dabei, seine Arbeit besser zu erledigen.

5-FU (5-Fluorouracil)

5-Fluorouracil, meist einfach 5-FU genannt, gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Medikamenten bei der Behandlung von Magenkrebs.

Das Medikament greift in den Stoffwechsel der Zellen ein und stört Prozesse, die für Wachstum und Zellteilung notwendig sind. Krebszellen, die sich besonders schnell vermehren wollen, werden dadurch gezielt belastet.

Man kann sich das vorstellen wie eine Fabrik, die rund um die Uhr arbeitet. 5-FU sorgt dafür, dass wichtige Bauteile fehlen oder fehlerhaft werden. Die Krebszelle versucht zwar weiterzuarbeiten, kann ihre Aufgaben aber immer schlechter erfüllen.

Leider betrifft das nicht nur Krebszellen. Auch gesunde Zellen, die sich häufig erneuern, können betroffen sein. Dazu gehören beispielsweise Schleimhäute im Mund und Darm sowie bestimmte Blutzellen. Deshalb können Nebenwirkungen wie Schleimhautentzündungen, Durchfall oder Veränderungen des Blutbildes auftreten.

In meinem Fall wird 5-FU nicht als kurze Infusion verabreicht. Stattdessen erhalte ich eine Pumpe, die das Medikament über einen längeren Zeitraum kontinuierlich abgibt. Dadurch soll die Wirkung möglichst gleichmäßig erfolgen.

Pegfilgrastim

Pegfilgrastim gehört nicht zu den Medikamenten, die den Krebs direkt bekämpfen. Seine Aufgabe besteht darin, meinen Körper bei der Erholung von der Chemotherapie zu unterstützen.

Viele Chemotherapien greifen auch das Knochenmark an. Dort werden die weißen Blutkörperchen gebildet, die für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind. Sinkt ihre Zahl zu stark ab, steigt das Risiko für Infektionen.

Pegfilgrastim regt das Knochenmark an, schneller neue weiße Blutkörperchen zu produzieren. Dadurch kann sich das Immunsystem nach der Chemotherapie oft schneller erholen.

Vereinfacht gesagt ist die Chemotherapie für den Körper ein großer Kraftakt. Während die Krebszellen bekämpft werden, werden auch Teile der körpereigenen Abwehr belastet. Pegfilgrastim hilft dabei, die Reihen der Abwehrzellen wieder aufzufüllen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass das Medikament völlig nebenwirkungsfrei ist. Da das Knochenmark stärker arbeitet, können beispielsweise Knochen- oder Gliederschmerzen auftreten. Viele Patienten beschreiben das Gefühl ähnlich wie bei einer Grippe oder einem starken Muskelkater.

Wenn ich diese drei Medikamente vereinfacht zusammenfassen müsste, würde ich sagen:

Leukovorin unterstützt die Wirkung von 5-FU.

5-FU greift direkt in wichtige Lebensprozesse der Krebszellen ein.

Pegfilgrastim hilft meinem Körper dabei, sich von den Auswirkungen der Chemotherapie zu erholen und neue Abwehrzellen zu bilden.

Begleitmedikamente gegen Nebenwirkungen

Neben den eigentlichen Krebsmedikamenten enthält mein Therapieplan eine ganze Reihe weiterer Wirkstoffe. Diese sollen den Krebs nicht direkt bekämpfen. Ihre Aufgabe besteht darin, Nebenwirkungen zu reduzieren und meinem Körper dabei zu helfen, die Behandlung möglichst gut zu verkraften.

Granisetron

Granisetron wird zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt. Gerade moderne Chemotherapien können den Magen-Darm-Trakt und bestimmte Bereiche des Gehirns reizen, die für den Brechreiz verantwortlich sind.

Granisetron blockiert bestimmte Signalwege, die an der Entstehung von Übelkeit beteiligt sind. Dadurch soll verhindert werden, dass Beschwerden überhaupt erst entstehen.

Vereinfacht gesagt versucht das Medikament, den „Alarmknopf“ für Übelkeit im Körper möglichst früh auszuschalten.

Dexamethason

Dexamethason ist ein Kortisonpräparat und wird bei vielen Chemotherapien eingesetzt.

Es kann helfen, Übelkeit zu reduzieren und bestimmte Überempfindlichkeitsreaktionen auf Medikamente abzuschwächen. Zusätzlich wirkt es entzündungshemmend.

Viele Patienten erhalten Dexamethason bereits vor Beginn der eigentlichen Chemotherapie, damit bestimmte Nebenwirkungen gar nicht erst auftreten.

Vereinfacht gesagt gehört Dexamethason zu den Medikamenten, die den Körper auf die Behandlung vorbereiten und ihm helfen sollen, die Therapie besser zu tolerieren.

Clemastin

Clemastin ist ein Antihistaminikum.

Es wird eingesetzt, um allergische oder allergieähnliche Reaktionen auf Medikamente zu verhindern oder abzuschwächen.

Bei Infusionen mit verschiedenen Wirkstoffen möchten die Ärzte das Risiko solcher Reaktionen möglichst gering halten. Deshalb wird Clemastin häufig vorsorglich verabreicht.

Vereinfacht gesagt ist es eine Art Sicherheitsgurt gegen unerwünschte Überreaktionen des Körpers.

Cimetidin

Cimetidin reduziert die Produktion von Magensäure.

In meinem Therapieplan wird es als Begleitmedikament eingesetzt. Es gehört zu den Medikamenten, die den Körper während der Behandlung unterstützen sollen.

Da bei einer Chemotherapie verschiedene Medikamente gleichzeitig gegeben werden, kommen oft zusätzliche Wirkstoffe zum Einsatz, die den Magen schützen oder die Verträglichkeit verbessern sollen.

Vereinfacht gesagt gehört Cimetidin zu den Helfern im Hintergrund, die dafür sorgen sollen, dass die eigentliche Behandlung möglichst reibungslos abläuft.

Bedarfsmedikamente gegen Übelkeit

Zusätzlich enthält mein Therapieplan mehrere Medikamente, die bei Bedarf eingesetzt werden können.

Das bedeutet, dass ich sie nicht automatisch bekomme, sondern nur dann, wenn Beschwerden auftreten.

Vomex (Dimenhydrinat)

Vomex wird gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt.

Viele Menschen kennen das Medikament von Reiseübelkeit oder Magen-Darm-Erkrankungen. Es kann aber auch während einer Krebstherapie hilfreich sein, wenn zusätzliche Unterstützung benötigt wird.

MCP (Metoclopramid)

MCP hilft gegen Übelkeit und Erbrechen.

Zusätzlich beeinflusst es die Bewegungen von Magen und Darm. Dadurch kann die Nahrung schneller weitertransportiert werden, was manchen Patienten Erleichterung verschafft.

Ondansetron

Ondansetron gehört zu den wichtigsten Medikamenten gegen Übelkeit bei Chemotherapien.

Es wirkt auf ähnliche Signalwege wie Granisetron und kann eingesetzt werden, wenn zusätzliche Unterstützung notwendig ist.

Viele Patienten berichten, dass moderne Medikamente wie Ondansetron oder Granisetron die Verträglichkeit einer Chemotherapie deutlich verbessert haben.

Ab hier schreibe oich wieder alleine

Bevor jetzt ein Arzt, Apotheker oder Medizinprofessor mit hochgezogener Augenbraue vor dem Bildschirm sitzt, möchte ich noch etwas loswerden.

Bitte legen Sie diese Informationen nicht auf die Goldwaage.

Ich habe mir große Mühe gegeben (lassen! Also ick hab ChatGPT wie einen bissigen Köter auf diese Infos angesetzt), die Angaben anhand offizieller Quellen, Fachinformationen, Krankenhausseiten, Universitäten und Herstellerangaben zusammenzustellen. Nach bestem Wissen und Gewissen sollte das meiste im Großen und Ganzen korrekt sein.

Trotzdem ersetzt dieser Artikel weder eine ärztliche Beratung noch ein Medizinstudium. Die Wirkungsweise vieler Medikamente ist deutlich komplexer, als man sie in einem Blogbeitrag erklären kann. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass der eine oder andere Onkologe an manchen Formulierungen etwas auszusetzen hätte.

Das ist auch völlig in Ordnung.

Dieser Beitrag soll keine wissenschaftliche Veröffentlichung sein. Er soll mir und meinen Lesern helfen, die vielen komplizierten Medikamentennamen meines Therapieplans besser einzuordnen und grob zu verstehen, was da eigentlich passiert.

Einigen wir uns einfach auf Folgendes:

Die Situation ist momentan mal so richtig scheiße, Keule!

Ich habe Krebs. Ich versuche zu verstehen, was mit meinem Körper in den nächsten Monaten passiert. Und genau dabei soll dieser Beitrag helfen.

Nicht mehr.

Aber auch nicht weniger.

2 Kommentare zu „Therapieplan Tag 0 – Chemotherapie Magenkrebs Ralf-Peter Kleinert“
  1. Hallo, ich bin kein Esoterikanhänger und kein Alumützenträger,aber ich hoffe das die,die sowas behaupten recht haben,wenn sie behaupten,das sehr viele positive Gedanken von der YouTube-Gemeinde sich positiv auf deine Chancen auswirken! Wir sind viele und wir schicken positive Gedanken und Wünsche. Wir brauchen Dich und deine Videos – also werd gefälligst gesund !

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